The breaks of the future: Bosch Cornering ABS

ECUs, sensors, actuators, pressure regulators all contribute to that small miracle of allowing you to stop within the shortest possible distance and in the shortest possible time, without the wheels locking up or a crash occurring, even if you’re at full tilt.

Steuergeräte, Sensoren, Stellantriebe und Druckregler vollbringen in kürzester Zeit und auf kleinstem Raum das kleine Wunder, das Motorrad zum Stehen zu bringen, ohne das Rad zu blockieren und ohne dass Sie dabei stürzen, selbst dann nicht, wenn Sie sich in maximaler Schräglage befinden. Das Ganze trägt den Namen "Bosch Cornering ABS“ und ist die revolutionärste Lösung, die nach der Erfindung des Motorrads selbst am Motorrad zum Einsatz kommt. Der Gedanke an eine „Panikbremsung“ bei schrägliegendem Motorrad ohne dabei zu stürzen, mag wie in einem Science-Fiction Film klingen. Ist aber Realität. Genau das passiert heute bei der neuesten Generation der Ducatis. Das ABS ist mittlerweile ein integraler Bestandteil des Motorrads und für uns eine Selbstverständlichkeit. Aber es war gar nicht so einfach, diesen Entwicklungsstand zu erreichen. Der Weg bis zu diesem Meilenstein war sehr lang, mindestens so lang wie die Geschichte des Motorrads selbst, das immer schneller wurde, aber auch irgendwie gebremst werden musste. Natürlich ist dies alles im Verhältnis zu den damaligen Leistungen und Straßenverhältnissen zu sehen. Von den ersten rudimentären Lederriemen bis hin zu den Trommelbremsen mit den damals hochbegehrten „4 Bremsbacken“ - dem Non-Plus-Ultra für den Rennfahrer. Leistungsstarke jedoch „abrupte“ Bremsen, die in keiner Weise modulierbar waren, schon gar nicht bei Nässe. Wer weiß, ob die damaligen Fahrer, die mit ungewollten Blockaden und Kabelbrüchen zu kämpfen hatten, sich die Errungenschaften vorstellen konnten, die wir heute zur Verfügung stehen haben. Die Bremsanlagen haben sich immer den Leistungen der Motorräder angepasst. Ende der 60er Jahre kam der Wendepunkt: die hydraulische Scheibenbremse sollte zur endgültigen und unantastbaren Lösung werden. Von diesem Moment an gab es nur noch Verfeinerungen, um die Scheibenbremse leistungsfähiger (Radialsättel) und handlicher zu machen. Bis zur Ankunft der ABS-Technologie, dem großen Schritt in Richtung Sicherheit. Die ST4 S war die erste Ducati, an der dieses System verbaut wurde. Von da an haben die Bremsanlagen einen neuen Weg eingeschlagen, bestehend aus Sensoren, Elektronik und immer präziseren Algorithmen, die das Bremssystem auf den heutigen Stand der Technik gebracht haben. Eine hochmoderne Technik, bei der die künstliche Intelligenz die menschliche übertreffen soll, besonders wenn es darum geht, in Schräglage zu bremsen. Hierbei handelt es sich wirklich um die Überwindung der letzten Grenze der Technologie - das Licht, das das letzte schwarze Loch in der aktiven Sicherheit erleuchtet. Das Bosch Cornering-ABS ist das bisher fehlende Element in der Entwicklung der Bremssysteme. Ein Baustein, der erst nach der Weiterentwicklung der Elektronik der Motorräder durch Hinzufügen der Inertialplattform entwickelt werden konnte. Dank ihr kann das Steuergerät nun die genaue Position des Motorrads im Raum erkennen, d. h. es erkennt, wie stark es sich neigt, wie stark es beschleunigt und bremst. In der Praxis ist das Bosch Cornering ABS in der Lage, die Schräglage des Motorrads zu erkennen und den Druck der Bremsanlage so einzustellen, dass das sogenannte "downside“ bzw. der Sturz durch Verschluss der Frontachse vermieden wird.