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„Was war Dein erster Eindruck, als Du das Motorrad gesehen hast?“
„Wunderschön. Und es fühlte sich sofort so sehr wie mein eigenes an, dass ich es am liebsten mit nach Hause genommen hätte. Als ich die Formula 73 am Set gesehen habe, war ich begeistert und voller Vorfreude, ich hätte mir nur gewünscht, mehr Zeit mit ihr zu haben. Die Formula 73 ist ein einzigartiges Motorrad mit starkem Charakter und einem Spirit, der die 1970er Jahre vollkommen verkörpert. Einfach, aber wirkungsvoll, wie man so schön sagt.“
„Ja, genau das war unser Ziel mit der Formula 73: Einfachheit. Eine zeitgemäße Neuinterpretation des Modells zu schaffen, das sie inspiriert hat, der Ducati 750 Super Sport.“
„Sie wirkt, als wäre sie tatsächlich in jener Epoche entstanden. Die Siebzigerjahre waren eine Zeit großer Veränderungen und Revolutionen in Musik, Kunst und Design, und genau diesen Geist greift die Formula 73 auf. Die Linien und Details des Designs unterbrechen weder die Dynamik noch die Volumen des Motorrads, sondern zeichnen sie auf natürliche Weise nach. Besonderes Augenmerk lag auf der Krümmung und Spannung der Oberflächen: Formen, die auf den ersten Blick einfach erscheinen, in ihrer Konstruktion jedoch hochkomplex sind, geprägt von Kurven und Beschleunigungen, die den Übergang der Lichtreflexionen präzise steuern. Das Ergebnis ist ein raffiniertes Spiel aus Licht und Schatten, das dem Motorrad in jedem Detail Eleganz und kultivierte Raffinesse verleiht.“
„Stefano, Du konntest die Formula 73 bereits fahren. Wie hast Du das Fahrerlebnis erlebt?“
„Motorradfahren begeistert mich immer, aber ich muss sagen, die Formula 73 hat mich wirklich überzeugt. Mit ihrem Café Racer Stil fühlt es sich an, als würde man in die Vergangenheit eintauchen. Den Stummellenker empfinde ich persönlich als sehr praktisch, besonders beim Einlenken, da sich der Druck natürlicher und präziser dosieren lässt. Das gibt mir Sicherheit und lässt mich eins mit dem Motorrad fühlen. Auf dem Motorrad zu sitzen und nicht ‚in‘ ihm, vermittelt mir zusätzliches Vertrauen, und der Stummellenker trägt entscheidend zu genau diesem Gefühl bei.“
„Als wir Dich wegen dieses Projekts kontaktiert haben, wussten wir sofort, dass Du zusagen würdest …“
„Ja, und nun sind wir hier. Als ich von dem Projekt gehört habe, wusste ich sofort, dass ich dabei sein möchte. Natürlich spielte meine Leidenschaft fürs Motorradfahren eine große Rolle, aber was mich wirklich angesprochen hat, war die Idee, eine Geschichte zu erzählen. Vor und während der Dreharbeiten gab es einen kontinuierlichen Austausch mit Regie, Autoren und Drehbuchschreibern. Wir haben über die Story gesprochen, über Kreativität und darüber, wie man einer Idee Form verleiht. Das war ein sehr inspirierender Prozess.
Die Idee, eine Geschichte zu erzählen, einen Film im Film, ausgehend von einem Motorrad, fühlte sich sofort stimmig an und passt sehr gut zu mir. Diese Parallele zwischen Schauspiel und Motorradfahren hat für mich eine tiefe Bedeutung, weil sie zwei meiner größten Leidenschaften vereint. Und alles entstand ganz spontan und authentisch, nicht zuletzt, weil ich ein echter Fan bin und überzeugter Ducatista.“
„Nur wenige Dinge fühlen sich so befreiend an wie Motorradfahren oder Schauspielern.“
„Die Verbindung zwischen Kino und Motorradfahren wird in A Piece of Timeless sehr deutlich. Kannst Du uns mehr darüber erzählen?“
„Das mag auf den ersten Blick ungewöhnlich klingen, aber Kino und Motorradfahren haben viel mehr gemeinsam, als man denkt. Am Set wie auf dem Motorrad gibt es so etwas wie eine Schwelle. Beim Film herrscht vor dem Dreh einer Szene oft Chaos, unzählige kleine Probleme prasseln gleichzeitig auf einen ein. Und dann, plötzlich, verstummt alles, als würde die Welt außen vor bleiben.
Genau das passiert auch beim Motorradfahren. Man befindet sich in einer eigenen kleinen Blase. Du drehst den Schlüssel, der Motor startet und all die Gedanken und Sorgen verschwinden. Es bleibt nur der Moment, das Hier und Jetzt. Kopf, Herz und Körper werden eins. Nur wenige Dinge fühlen sich so befreiend an wie Motorradfahren oder Schauspielern. In diesen Augenblicken ist man ganz bei sich, in einer anderen Welt, und der Geist lässt los.“
„Und wenn Du Dich zwischen Schauspiel und Motorradfahren entscheiden müsstest?“ „Unmöglich, auf keines von beiden könnte ich verzichten. Es sind zwei Teile von mir, und wenn ich beides am Set erleben kann, ist das das Höchste überhaupt. Es ist großartig, wenn man in einem Film Motorrad fahren darf. Das ist die perfekte Verbindung aus Schauspiel und Fahren. Das einzige Problem ist, dass man nie lange genug fahren darf.
Beides ermöglicht es, sich in eine mögliche, fast übermenschliche Welt hineinzuversetzen. Doch es gibt einen feinen Unterschied. Beim Schauspiel trägst Du eine Maske, Du verkörperst eine Rolle, die nicht immer Deine eigene ist. Auf dem Motorrad fällt diese Maske. Dann bist Du einfach Du selbst, in Symbiose mit dem Bike.
Wenn ich fahre, ähnlich wie am Set, erlebe ich eine Art Aufhebung von Zeit und Raum. Und wenn ich dieses Gefühl der völligen Schwerelosigkeit beschreiben müsste, würde ich sagen, es ist, als befände man sich in einem Fragment der Ewigkeit.“
Als limitierte und nummerierte Auflage von 873 Exemplaren gefertigt, zelebriert die Formula 73 die 750 Super Sport Desmo, eines der ikonischsten Modelle in der Geschichte von Ducati.
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